Ein ganz normaler Männertreff – Wo richtige Weihnachtsmänner ihr Handwerk lernen

Wenn sich zwei dutzend Männer treffen um über die Flauschigkeit ihrer Bärte, den Klang ihrer Glocken und Qualitäten von Kunstpelz zu tratschen, wo bin ich dann? Richtig, ich fotografiere ein Reportage, beim Weihnachtsmannseminar in der Nähe von Bremen. “Hör mal, das ist ja eine tolle Schnalle, ist die aus Edelstahl?”, fragt der eine. “Ja, die hab ich in Kanada bestellt, war ganz schön teuer”, ist die Antwort. Dank Ebay kann nun auch der einheimische Weihnachtsmann mit kanadischem (und wahrscheinlich in Fernorst hergestellem) Accessoire den Gürtel enger schnallen.

Woraus besteht der perfekte Bart und wie trinkt man damit unfallfrei? Was tun, wenn man partout nicht zunehmen kann und die Rundungen nicht stimmten? Was macht man wenn die Kinder renitent am roten Mantel ziehen? Und wie zum Teufel beim Herrgott schultert man den Sack richtig? All das sollen Neulinge bei der Veranstaltung beigebracht bekommen.

Eine Frage der Ehre

Doch das Wichtigste bei dem Seminar ist nicht das richtige Outfit, sondern vor allem der Ehrenkodex. Denn wer Kinder beglücken will, der kann schlecht mit Bierfahne oder Kippe im Wundwinkel auftauchen. Und auch wenn der Job stressig ist, in der Ruhle liegt die Kraft, denn schließlich ist man Christikinds erster Helfer.

Aber wie in vielen Bereichen gilt wohl nun auch bei den Weihnachtsmännern, dass auch eine fundierte Ausbildung einen nicht vor Arbeitslosigkleit schützt. Das Berliner KaDeWe hat seinen Weihnachtsmann pünktlich zum 1. Advent vor die Tür gesetzt, wie man in der Bams lesen konnte.

in diesem Sinne Frohe Weihnachten!