Ich kann das Bild nicht runterladen.“ „Das Bild ist nicht groß genug.“ „Ich möchte mich nicht registrieren.“
Das sind die Antworten, die PR-Verantwortliche von Redaktionen bekommen — wenn sie überhaupt eine bekommen. Meistens passiert gar nichts. Das Foto erscheint nicht.
Daran ist selten das Foto schuld. Fast immer ist es der Weg, auf dem es verschickt wurde.
Journalisten bekommen im Schnitt 48 Pressemitteilungen pro Tag — 85 Prozent davon sind für sie nicht verwertbar (Medien-Trendmonitor 2025, 1.011 Journalisten aus D/A/CH). Was ihnen Hürden aufbaut, fliegt raus. Nicht weil sie unfreundlich sind. Weil keine Zeit bleibt.
Warum der E-Mail-Anhang keine gute Idee ist
Laut Medien-Trendmonitor 2025 wollen 76 Prozent der Journalisten direkte Download-Links in der Pressemitteilung — nur 62 Prozent akzeptieren E-Mail-Anhänge. Als ausgebildeter Fotojournalist und Fotoredakteur kann ich sagen: Der E-Mail-Anhang ist die fehleranfälligste Methode.
Was dabei passiert: Die Bildunterschrift steht im E-Mail-Text, das Foto im Anhang. Wird die E-Mail an die Fotoredaktion weitergeleitet — was fast immer passiert — bleibt der Kontext in der Original-E-Mail. Beim Bild landet nichts davon. Dazu verstopfen große Bilddateien Postfächer, erzeugen Unmut noch bevor das Bild geöffnet wird, und wer auf dem Mobiltelefon arbeitet, wartet auf einen 25-MB-Anhang, den er gar nicht bestellt hat.
Kurz: Sie verschicken kein Pressefoto. Sie verschicken ein Problem.
Was stattdessen funktioniert — die Online-Galerie
Der verlässlichste Weg, Pressefotos auszuliefern: ein Link zu einer Online-Galerie.
Der Journalist sieht in der Vorschau, was Sie anbieten — ohne etwas herunterladen zu müssen. Gefällt ihm ein Bild, lädt er es herunter. Kein Anhang, keine Registrierung, keine Wartezeit.
picdrop hat sich in Deutschland als Standard unter professionellen Fotografen durchgesetzt — über 200.000 Nutzer, Server in Deutschland, DSGVO-konform, keine Registrierungspflicht für Empfänger. Bildunterschriften werden direkt unter dem jeweiligen Foto angezeigt — Beschriftung und Bild bleiben zusammen, auch wenn der Link weitergeteilt wird.
Alternativen mit deutschen Servern:
leitzcloud,
FTAPI (für compliance-kritische Umgebungen) oder auch
owncloud (kann man auch selbsthosten).
Zwei Dinge sollten Sie generell vermeiden: Erstens Registrierungspflicht — wer einen Redakteur zwingt, sich anzumelden und auf Freischaltung zu warten, hat ihn schon verloren. Zweitens WeTransfer für regelmäßige Pressearbeit. 2025 hat WeTransfer eine Klausel in die Nutzungsbedingungen eingeführt, die hochgeladene Dateien für KI-Training freigab. Die Klausel wurde nach Protest zurückgezogen — das Vertrauen vieler Profis blieb beschädigt. Für schnelle Einzelübergaben mag es noch gehen. Für strukturierte Pressearbeit gibt es bessere Optionen.
Nur eine Auflösung — und zwar die große
Ein gut gemeinter Fehler: Fotos vorab „kleinrechnen“, damit es der Empfänger nicht selbst tun muss.
Das klingt fürsorglich. Es schadet.
Aus einem zu kleinen Foto kann man keinen Ausschnitt machen. Websites brauchen Spielraum um das Hauptmotiv. Print-Kollegen, die ein Bild kurz vor Redaktionsschluss brauchen, müssen dann nochmal nach der großen Version fragen — wenn noch Zeit dafür ist.
Die Regel: Nur in einer Auflösung anbieten, der größten verfügbaren. CMS-Systeme skalieren und komprimieren automatisch. Das ist kein Aufwand mehr für den Empfänger.
Was „300 dpi“ bedeutet — und was nicht
„Das Bild muss 300 dpi haben“ — dieser Satz kursiert in PR-Abteilungen seit Jahrzehnten. Er ist nicht falsch, aber er sagt fast nichts.
300 dpi beschreibt, mit wie vielen Punkten pro Zoll ein Medium bedruckt wird. Was er nicht sagt: wie groß das Foto ist.
Eine gängige Profi-Kamera mit 24 Megapixeln produziert Fotos mit 6.000 × 4.000 Pixeln — damit lässt sich eine Doppelseite im Printmagazin drucken und trotzdem noch ein Ausschnitt machen. Die relevante Angabe ist die Pixelzahl, nicht dpi. Wer ein Bild mit 6.000 × 4.000 Pixeln liefert, muss sich über dpi keine Gedanken machen.
Beschriftung — der Schritt vor dem Verschicken
Die beste Auslieferung nützt wenig, wenn das Bild unbeschriftet ist.
Wie die Beschriftung technisch funktioniert — IPTC-Felder, Tools, aktuelle Standards — erkläre ich hier:
Pressefotos korrekt beschriften →
Ich liefere Eventfotos fertig beschriftet und in einer Download-Galerie — bereit zum direkten Versand an Redaktionen.
Jetzt Anfrage stellen →