Mitarbeiterfotos sind kein Selbstzweck. Sie stehen auf der Website, in Stellenanzeigen, in E-Mail-Signaturen, im Empfangsbereich. Manchmal einzeln, manchmal als Gruppe. Und je nachdem, wo sie auftauchen, brauchen sie ein anderes Konzept.
Die meisten Ratgeber zu diesem Thema zeigen drei Kategorien: Studio, Arbeitsplatz, Outdoor. Das reicht nicht. Denn die Frage ist nicht, wo fotografiert wird. Sondern wofür.
12 Ideen für Mitarbeiterfotos, sortiert nach Einsatzzweck. Mit Einordnung, wann welche Variante Sinn ergibt. Und wann nicht.
Einzelportraits
Idee 1: Portrait vor neutralem Hintergrund
Der Klassiker. Und oft die beste Wahl, wenn die Bilder nebeneinander stehen sollen. Auf der Teamseite, im Intranet, auf einem Tableau im Empfangsbereich.
Warum? Weil der Hintergrund nicht ablenkt. Weil alle Bilder gleich wirken. Und weil es bei 30 Portraits auf einer Seite keinen visuellen Lärm gibt.
Ein Beispiel: Eine Zahnarztpraxis im Hamburger Norden hat im Wartebereich ein Tableau mit allen Mitarbeitenden. Neutraler Hintergrund, einheitliches Licht, gleicher Bildausschnitt. Die Patienten erkennen ihre Ansprechpartner auf einen Blick. Das vereinfacht die Kommunikation, weil sich Menschen Gesichter besser merken als Namen.
Viele denken, ein neutraler Hintergrund wirkt klinisch. Kann sein, wenn das Licht flach ist und der Ausdruck steif. Muss aber nicht. Mit dem richtigen Licht und einer entspannten Atmosphäre entstehen auch vor grauem oder weißem Hintergrund Bilder, die sympathisch wirken.
Idee 2: Portrait mit unscharfem Hintergrund
Das Gegenstück zum neutralen Hintergrund. Hier ist die Umgebung sichtbar, aber unscharf. Man erkennt: Das ist ein Büro, eine Werkstatt, ein Laden. Die Person steht im Vordergrund, der Kontext schwingt mit.
Gut geeignet für: Websites, auf denen einzelne Bilder mit Text stehen. LinkedIn-Profile. Über-uns-Seiten, auf denen jede Person einen eigenen Abschnitt hat.
Weniger geeignet für: Teamseiten, auf denen 20 Bilder nebeneinander stehen. Denn wenn der Hintergrund immer leicht anders aussieht, weil die Menschen unterschiedlich groß sind oder an verschiedenen Plätzen standen, wirkt das schnell unruhig.
Idee 3: Portrait am Arbeitsplatz
Die Person sitzt am Schreibtisch, steht an der Maschine, berät einen Kunden. Das Bild zeigt nicht nur ein Gesicht, sondern eine Tätigkeit. Der Betrachter versteht sofort: Das ist die Buchhalterin. Das ist der Werkstattleiter.
Funktioniert gut für Karriereseiten und Stellenanzeigen. Bewerber wollen sehen, wie der Arbeitsalltag aussieht. Nicht wie die Menschen vor einer Wand stehen.
Idee 4: Portrait für die E-Mail-Signatur
Ein oft vergessener Einsatzzweck. Das Bild in der E-Mail-Signatur ist manchmal der erste visuelle Kontakt mit einem Kunden oder Geschäftspartner. Es steht allein, ohne andere Bilder daneben. Hier funktionieren auch Portraits mit mehr Persönlichkeit, weil sie nicht in eine Gruppe passen müssen.
Teamfotos und Gruppenbilder
Wer nach „Gruppenfotos Unternehmen Ideen“ sucht, findet meistens die gleichen drei Tipps. Hier sind die Varianten, die in der Praxis funktionieren.
Idee 5: Das klassische Gruppenfoto — aber richtig
Gruppenfotos sind schwer. Je mehr Menschen, desto schwieriger wird es, dass alle natürlich aussehen, niemand verdeckt wird und die Aufstellung nicht nach Klassenphoto aussieht.
Was hilft: Nicht alle in eine Reihe stellen. Höhenunterschiede nutzen. Treppen, Geländer, Sitzgelegenheiten einbauen. Und genug Zeit einplanen, denn mit 15 Leuten braucht man mehrere Versuche, bis ein Bild dabei ist, auf dem alle die Augen offen haben.
Idee 6: Teamfotos in der Arbeitssituation
Statt alle aufzustellen: Das Team bei der Arbeit zeigen. Eine Besprechung, ein Workshop, die Mittagspause. Das wirkt natürlicher als jedes gestellte Gruppenfoto. Wer kreative Teamfotos will, fängt hier an. Nicht beim Aufstellen, sondern beim Machen.
Für Employer Branding und Karriereseiten oft die bessere Wahl als das klassische Gruppenbild.
Idee 7: Abteilungsfotos statt Gesamtteam
Bei größeren Unternehmen funktionieren Fotos nach Abteilungen besser als ein Gesamtbild. Vertrieb, Entwicklung, Support, Geschäftsführung. Das macht die Seite übersichtlicher und gibt Besuchern Orientierung.
Mitarbeiterfotos präsentieren
Idee 8: Die Fotowand im Empfangsbereich
Eine der wirkungsvollsten Ideen, die wenig kostet und viel bringt. Eine Wand im Eingangsbereich mit Fotos aller Mitarbeitenden.
Xing hat das in seinem Empfangsbereich gemacht: kleine magnetische Kacheln mit den Gesichtern aller Mitarbeitenden. Das geht auch einfacher, als großes Mosaik, mit oder ohne Namen.
Wenn jemand neu dazukommt, lässt sich eine einzelne Kachel günstig nachdrucken. Die Druckkosten sind überschaubar.
Der Effekt ist dreifach:
- Kunden sehen sofort, mit wem sie es zu tun haben
- Bewerber, die zum Gespräch kommen, sehen das Team, in das sie einsteigen würden
- Mitarbeitende selbst spüren: Ich gehöre dazu
Idee 9: Mitarbeiter-Tableau für Praxen und Kanzleien
Ähnlich wie die Fotowand, aber gezielter: Ein gerahmtes Tableau im Wartebereich oder am Empfang. Funktioniert besonders gut für Zahnarztpraxen, Arztpraxen, Kanzleien, Steuerberater. Überall dort, wo Kunden oder Patienten wiederkommen und wissen wollen, wer sich um sie kümmert.
Einheitliche Fotos auf neutralem Hintergrund. Gleicher Bildausschnitt. Das wirkt professionell und hilft bei der Orientierung.
Über das Foto hinaus
Idee 10: Foto plus kurzer Video-Clip
Beim Shooting lassen sich gleichzeitig kurze Video-Clips aufnehmen. 10 bis 15 Sekunden pro Person. Ein kurzer Satz zur eigenen Rolle, ein Lächeln in die Kamera, eine Bewegung.
Diese Clips lassen sich verwenden für:
- Recruiting-Videos
- Social-Media-Ads
- LinkedIn-Posts
- die Website (als Hover-Video statt statischem Bild)
Das spart einen separaten Videodreh und nutzt die Zeit, in der die Person sowieso vor der Kamera steht.
Idee 11: Bilder für verschiedene Kanäle in einem Shooting
Ein häufiger Fehler: Es werden nur Portraits gemacht. Aber die Website braucht Headerbilder, LinkedIn braucht Querformate, Stellenanzeigen brauchen Situationsbilder, die Pressemappe braucht freigestellte Bilder.
Wer das Shooting vorher plant, bekommt in einem Termin Material für alle Kanäle. Portraits, Teambilder, Arbeitsplatz-Aufnahmen, Details. Das ist effizienter als drei separate Termine.
Was Sie lieber lassen sollten
Idee 12: Der Hover-Effekt mit lustiger Pose
Auf vielen Websites gibt es das: Ein normales Portrait, und wenn man mit der Maus darüberfährt, sieht man die Person in einer vermeintlich lustigen Pose. Mit Golfschläger, Superhelden-Pose oder Grimasse.
Das war vor 10 bis 15 Jahren ein Trend. Damals galt das als coole Mitarbeiterfotos. Heute wirkt es eher bemüht als sympathisch. Die Frage ist: Bringt mich das dem Menschen näher? Bei einem Rechtsanwalt mit Golfschläger in der Hand bin ich mir nicht sicher.
Und es gibt ein praktisches Problem: Nicht alle Mitarbeitenden finden die Idee gut. Viele haben keine Lust, sich für die Firma zum Kasper zu machen. Wenn Sie Teile des Teams dazu überreden müssen, ist es keine gute Idee.
Was sonst noch schiefgehen kann
30 Mal das Logo im Hintergrund
Manche Unternehmen fotografieren alle Mitarbeitenden vor dem Firmenlogo. Jedes einzelne Bild sieht okay aus. Aber auf der Teamseite steht das Logo dann 30 Mal nebeneinander. Das wirkt nicht professionell. Das wirkt merkwürdig.
Bilder, die abschrecken statt einladen
Wenn ein Mitarbeiter auf dem Foto so aussieht, dass Sie sich fragen: Möchte ich mit dieser Person Kontakt aufnehmen? Dann lassen Sie das Bild lieber weg. Kein Foto ist besser als ein schlechtes Foto.
Keinen Kontext bedenken
Jedes Foto steht in einem Zusammenhang. In der E-Mail-Signatur steht es allein. Auf der Teamseite steht es in einer Reihe mit 20 anderen. Wer den Kontext nicht mitdenkt, bekommt Bilder, die einzeln gut aussehen, aber zusammen nicht funktionieren.
Mitarbeiterfotos in Hamburg geplant?
Ich berate Sie vorab, welche Motive Sie für Ihre Einsatzzwecke brauchen. Portraits, Teambilder, Situationsfotos, Video-Clips. Alles in einem Termin, alles aus einer Hand.
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